MINIMAL INVASIVE
VENENTHERAPIE

Für die Behandlung von Venenproblemen stehen innovative und sehr schonende Therapiemethoden zur Verfügung. Der schädliche Blutstau in den Stammvenen und die undichten Venenklappen werden durch die endovenöse thermische Ablation mittels spezieller Katheter oder mit der ultraschallkontrollierten Schaumverödung behandelt. Das neueste Verfahren ist die Behandlung mit einem speziellen Acrylatkleber (VenaSealTM).

Laser- oder Radiofrequenz-Katheter

Durch eine Punktion der erkrankten Stammvene unter Ultraschallkontrolle wird ein Radiofrequenz-Katheter (ClosureFAST®) oder ein Laser-Katheter in die Vene eingeführt. Mittels kontrollierter Erhitzung wird die betroffene Vene zerstört. Diese wird anschließend von den Körperzellen abgebaut und löst sich nach einiger Zeit vollständig auf. Der schädliche Blutstau in der Vene wird dadurch behoben. Die Behandlung ist oft ambulant und in Lokalanästhesie möglich. Es entstehen dabei keine Narben. Nach dem Eingriff treten kaum Schmerzen auf und es wird ein Kompressionsstrumpf für 7 bis 10 Tage getragen. VENEX ist international eines der führenden Zentren auf diesem Gebiet und kann dazu sowohl zahlreiche Publikationen in internationalen medizinischen Top-Journals als auch wissenschaftliche Auszeichnungen aufweisen.

Acrylatkleber (VenaSealTM-Verfahren)

Über einen speziellen Katheter wird ein medizinischer Acrylatkleber in die erkrankte Stammvene eingespritzt. Die Vene wird dabei ultraschallkontrolliert punktiert. Der Klebstoff verschließt die behandelte Vene, die anschließend langsam vom Körper abgebaut wird. Eine Lokalanästhesie ist nicht notwendig, weil das Verfahren nicht schmerzhaft ist. Außerdem ist es nicht nötig, nach dem Eingriff einen Kompressionsstrumpf zu tragen. Eine Anwendung des Verfahrens ist daher auch in den Sommermonaten möglich.

Schaumverödung

Bei der Schaumverödung wird ein Verödungsmittel mit Luft aufgeschäumt und unter Ultraschallkontrolle in die Vene eingespritzt. Der Schaum schädigt die Venenwand und zerstört dadurch die erkrankte Vene, die vollständig vom Körper aufgelöst wird. Die Behandlung erfolgt ambulant und ohne Anästhesie. Sie ist zudem mit geringen Nebenwirkungen und Schmerzen verbunden. Nach der Verödung wird ein Kompressionsstrumpf für 7 bis 14 Tage getragen. Für ein optimales Ergebnis sind meist mehrere Behandlungen erforderlich.

Ministripping (Miniphlebektomie)

Mit dieser Methode werden geschlängelte, oberflächliche Krampfadern mit speziellen feinen Häkchen durch kleine Einstiche entfernt. Eine Naht ist nicht notwendig, da die Stiche verklebt werden. Das Ministripping kann in Lokalanästhesie und ambulant durchgeführt werden. Danach ist das Tragen einer Kompression für 7 Tage notwendig. Einige Monate später sind die Einstichstellen kaum sichtbar.