Fettabsaugung

(Liposuction)

Was ist eine Liposuction?

Die Fettgewebsabsaugung ist eine sehr schonende Methode zur dauerhaften Entfernung von ästhetisch störenden oder krankhaften Fettgewebsansammlungen. Oft wird sie auch als Liposuction oder Liposculpture bezeichnet. Sie gehört weltweit zu den häufigsten ästhetischen Operationen und wird heute vorzugsweise in Lokalanästhesie und ambulant durchgeführt. 

Obwohl die Fettabsaugung vor allem zur ästhetischen Korrektur von unerwünschten Fettansammlungen entwickelt wurde, findet sie auch Anwendung im kurativen Bereich. Sie ist seit ca. 30 Jahren fester Bestandteil der Dermatochirurgie, und zählt mittlerweile zu den Standardeingriffen. Neben dem ersten Einsatz von stumpfen Kanülen in den 70er Jahren, hat die Entwicklung der Tumeszenz Lokalanästhesie (TLA) die Liposuction revolutioniert. Erst durch den Einsatz der TLA konnte man die Fettabsaugung nun auch ambulant durchführen und die Komplikationsrate deutlich senken.

Fundierte Kenntnisse der Anatomie und der Pathophysiologie des subkutanen Fettgewebes sowie richtige Indikationsstellung und die Beherrschung von möglichen Komplikationen, sind wichtige Faktoren in der Qualitätssicherung bei der Fettabsaugung.

Lipödem vor Liposuction Lipödem 3 Monate nach Liposuction

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Wie wird eine Liposuction durchgeführt?

Nach genauer Anamnese und Begutachtung des Problems wird mit dem/der Patienten/in ein individueller Behandlungsplan erstellt. Es werden Fotos zur Dokumentation des Zustandes vor der Behandlung erstellt. Der/die Patient/in wird in einem ausführlichen Gespräch über die Behandlung aufgeklärt, ebenfalls werden eventuelle alternative Behandlungsmöglichkeiten besprochen. Mögliche Nebenwirkungen und auch Komplikationen werden erläutert und alle Fragen des/der Patienten/in beantwortet.

Am Tag der OP werden die aktuellen Blutbefunde kontrolliert, das Vorhaben nochmals kurz besprochen und eventuelle Fragen geklärt. Anschließend werden mit einem Markierstift die zu behandelnden Stellen markiert und noch einmal zu Dokumentationszwecken fotografiert.

Im Liegen wird dann die TLA (Tumeszenzlokalanästhesie) in den angezeichneten Bereichen langsam infiltriert bis sich die Haut prall (tumeszent) anfühlt.

Nach einer Einwirkungszeit von ca. 30 – 40 Minuten wird dann mit der Liposuction begonnen. Es werden ca. 3 mm Stiche für das Einführen der Absaugkanülen gesetzt und mit 2,4 mm, 3mm, und gelegentlich 4mm Kanülen das Fettgewebe durch vorwärts-rückwärts Bewegungen durch eine spezielle Absaugmaschine abgesaugt. Die PatientInnen verspüren während des Eingriffs keinerlei Schmerzen. Zusätzlich verwenden wir eine spezielle Vibrationskanüle (PAL- Power Assisted Liposuction), welche besonders gewebeschonend ist und sehr gleichmäßige Ergebnisse ermöglicht. Nach dem Eingriff werden die kleinen Hautstiche mit Klebestrips versorgt, Nähte sind nicht notwendig. Anschließend wird noch ein Druckverband (Taping) angelegt.

Die Patienten können direkt nach dem Eingriff nach Hause gehen. Dadurch, dass die PatientInnen nach dem Eingriff 2 Tage nicht fahrtüchtig sind, ist eine Begleitperson, welche den/die Patient/in abholt, erforderlich.

Was ist eine Tumeszenzlokalanästhesie (TLA)?

Bei einer Tumeszenzlokalanästhesie handelt sich um eine spezielle Form der Lokalanästhesie (LA), bei der das Anästhetikum mit physiologischer Kochsalzlösung hoch verdünnt und mit Adrenalin versetzt wird. Das Adrenalin bewirkt, dass das Anästhetikum (meistens Lidocain) nicht zu schnell in den Kreislauf gelangt und sorgt für eine gewisse Blutleere im zu behandelnden Operationsbereich. Dadurch kommt es einerseits zu keinem großen Blutverlust während der Behandlung, andererseits können so größere Areale, ohne eine Nebenwirkung des Anästhetikums zu befürchten, abgesaugt werden. Um eine Schmerzfreiheit im OP-Gebiet zu erreichen, müssen größere Mengen der TLA – oft mehrere Liter – infiltriert werden. Diese Flüssigkeit ist völlig unbedenklich und rinnt in den ersten 2-3 Tagen nach der Fettabsaugung durch die kleinen Hautstiche heraus. Zum Teil wird sie auch über den Harn ausgeschieden.

Wie fühlt man sich nach der Fettabsaugung?

Die Patienten fühlen sich nach einer Liposuction generell sehr gut und sind auch Kreislaufstabil. Da die Wirkung der TLA nach dem Eingriff noch 1-2 Tage anhält, bestehen auch keine Schmerzen. Dadurch ist auch die Einnahme von Schmerzmitteln nicht notwendig. Nach Abnahme des Verbandes nach 3 Tagen ist die Haut im OP-Bereich etwas taub, druckempfindlich und es können Blutergüsse sichtbar sein. Diese verschwinden jedoch ohne zusätzliche Behandlung. In den ersten Wochen nach der Fettabsaugung besteht eine Neigung zu Schwellungen im behandelten Bereich, weshalb das Resultat der Behandlung erst nach dem Abschwellen begutachtet wird.

Die Patienten dürfen sich nach der Fettabsaugung normal bewegen, sollten aber einen Monat lang auf Sport verzichten und mehrere Wochen lang ein Kompressionsmieder tragen.

Welche Nebenwirkungen und Komplikationen gibt es nach einer Fettabsaugung?

Als Nebenwirkung oder Begleiterscheinung gibt es Blutergüsse, vorübergehendes Taubheitsgefühl, Druckempfindlichkeit und gelegentlich leichte Schmerzen an gewissen Stellen. Die Stiche verheilen im Großteil der Fälle sehr gut und sind nach einiger Zeit kaum mehr sichtbar. In seltenen Fällen kann es zu einer längeren Rötung oder Hyperpigmentierung der Narben kommen, die aber nach einiger wieder Zeit vergeht.

Ein unregelmäßiges Resultat (Dellen oder unsymmetrisches Ergebnis) kann leicht korrigiert werden. Schwerwiegendere Komplikationen wie eine Infektion, Sepsis, Verletzung tieferer Gewebeschichten oder Organe und Lungenembolie treten im Zusammenhang mit einer Liposuction nur sehr selten auf, und sind in der Fachwelt nur vereinzelt publiziert worden.

Vor Liposuction Nach Liposuction

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Welches Resultat kann man nach einer Liposuction erwarten?

Die Ergebnisse nach einer Fettgewebsabsaugung sind sowohl vom ästhetischen als auch vom kurativen Standpunkt sehr gut. Das Resultat sollte ebenmäßig und natürlich wirken, die Narben klein und unauffällig. Im kosmetischen Bereich sind die Patienten höchst zufrieden, weil es sich hier oft um eine genetische oder rassische Prädisposition für bestimmte disproportionierte Fettverteilungen handelt, die oft nicht auf einem Übergewicht basieren (wie zum Beispiel bei der Reithose). Im Gesicht können durch eine Absaugung der Hängebacken und des Doppelkinns ausgezeichnete verjüngende Resultate erzielt werden.

Sehr gute Erfolge werden auch beim Lipödem der Beine und Arme erreicht. Es kommt nicht nur zu einer Besserung der ästhetischen Situation, sondern auch zur deutlichen Minderung der Beschwerden. Die den Mann oft sehr störende Gynäkomastie lässt sich mit der Vibrationskanüle sehr effektiv, und mit minimalen Nebenwirkungen korrigieren.

Vorher Nachher

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